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Neue Freiheitsgrade für die Prozessindustrie

Neue Freiheitsgrade für die Prozessindustrie

Multifunktionscontroller schließt die Lücke zwischen Standardregler und SPS

Ob Lebensmittelherstellung oder Stahlproduktion – benötigt wird stets ein intelligenter und flexibler Regler, der Prozesstechniker befähigt, Ablaufsteuerungen ohne Programmierkenntnisse selbst zu erstellen. Der Automatisierungsspezialist Hesch stellt nun eine Reglerplattform vor, die sich für mehr als nur den Einsatz in Thermoprozessen eignen soll. Was also kann der Multifunktionscontroller?

Der Regler ist in Gefriergeräten, Schmelz- oder Warmhalteöfen ebenso einsetz-bar wie als Prozessrechner oder in der ­Pumpensteuerung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Temperaturreglern kann er auch komplexe Abläufe in der Prozess­industrie steuern. „Mit dem Multifunk­tionscontroller haben wir eine echte ­Innovation auf den Markt gebracht, die ­Anwendern neue Freiheitsgrade ermöglicht“, sagt Werner Brandis, Geschäftsführer von Hesch. „Wir bieten nicht nur eine moderne Reglerplattform, sondern gleichzeitig auch die Möglichkeit, komplexe Ablaufsteuerungen selbst zu erstellen.“
In allen Bereichen der Industrie werden Ablaufsteuerungen benötigt. Zeitgleich gilt es, verschiedene Nebenprozesse zu regeln. So müssen in Abhängigkeit vom Temperaturverlauf Pumpen gesteuert, Medien gewechselt oder Ofentüren verriegelt werden. Hesch hat mit dem Multifunktionscontroller einen Weg entwickelt, mehrere Prozesse gleichzeitig zu regeln. Brandis bestätigt: „Unser Multifunktionscontroller unterstützt nahezu alle Verfahren der Prozessindustrie.“

Personal- und Kostenaufwand senken

Neue Freiheitsgrade für die Prozessindustrie

Der Controller zeichnet sich im Bereich
intelligenter Regler und Ablaufsteuerungen aus

Bislang führte der Weg in Prozessen mit ­Individuallösungen für Temperaturregelungen und Ablaufsteuerungen über die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS). Das setzt sowohl hohe Anschaffungskosten als auch Programmierkenntnisse voraus. „Mit unserem Multifunktionscontroller können Prozesstechniker ihre Abläufe selbst erstellen und steuern ohne einen Quellcode schreiben zu müssen“, erklärt Brandis. Prozesse könnten kostenneutral angepasst, optimiert und weiterentwickelt werden. Damit ließen sich nicht nur Kosten und Ressourcen sparen, auch Prozess-Know-how bliebe im Haus. „Unser neuer Regler ist ein Hauptgewinn für jeden Anwender“, so Brandis. Das Erstellen einer ­Ablaufsteuerung sei mit dem Regler so einfach wie das Zusammenstecken von Spielzeug-Bausteinen. „Ein Techniker denkt in Funktionsblöcken und so funktioniert auch unser Multifunktionscontroller.“ Das Bedienkonzept und das Frontend, verbunden mit einem leistungsfähigen Rechnerkern, ermöglichen Flexibilität bei der Gestaltung der Steuerungsabläufe.

Software für die Applikationserstellung

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Auf der Rückseite befinden sich Steckplätze für zwei I/O-Karten

Beim Multifunktionscontroller werden die Funktionsblöcke in Bibliotheken zur Ver­fügung gestellt. Diese Bausteine können in der PC-Software Easy-Tool MFC per Drag & Drop zum gewünschten Prozessablauf zusammengestellt und verdrahtet werden. Mit dem Tool lassen sich benutzerdefinierte ­Bedienseiten, Programmabläufe und Applikationen erstellen. Zum Testen wird eine ­Simulationsfunktion geboten. Die Online-Darstellung von Prozesswerten unterstützt dabei nicht nur den Programmtest, sondern sorgt auch für eine reibungslose Inbetriebnahme der Reglerplattform. Die aktuelle Version enthält drei Funktionen, die zusätzlich Arbeit sparen sollen: Mit dem Data Logger können auf dem Gerät gespeicherte Logdaten in Easy-Tool MFC geladen und auf dem PC als CSV-Datei gespeichert werden. So lassen sich die Daten lokal sichern und übersichtlich in Tabellenform betrachten. Die Blocksuche zeigt alle verwendeten Blöcke in einer Baumstruktur an, sie lassen sich nach Typ oder Namen durchsuchen. Das ist besonders bei komplexeren und ­unter Umständen unübersichtlichen Projekten hilfreich. Die Funktion Querverweise zeigt alle Quellen mit ihren zugeordneten Senken sowie HMI-Variablen und ihre Controls an. Ein Mausklick bringt den Anwender direkt zur Position des Elements im Funktionsplan. Hesch bietet hierzu Produktschulungen an, die Software Easy-Tool MFC kann kostenlos und zeitlich unbegrenzt getestet werden.

Galvanisch getrennte Ein- und Ausgänge

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Easy-Tool MFC dient zur Konfiguration und Parametrierung

In Bezug auf Ein- und Ausgänge ist der Multifunktionscontroller flexibel und sicher konzipiert. Auf der Rückseite des Gerätes befinden sich Steckplätze für zwei I/O-­Karten, die zur Vermeidung von Messwertverfälschungen auf galvanisch getrennten Potenzialinseln mit hoher Trennspannung angelegt sind. Die I/O-Karten des Reglers verfügen über zwei Universal- und zwei Normsignaleingänge, zwei Analogausgänge sowie sechs digitale Ein- und Ausgänge. Die sechs Ports können einzeln als Ein- oder Ausgang konfiguriert werden, zwei davon optional als schneller Zählereingang. Die Analogeingänge verfügen über
je zwei Kanäle für Temperaturmessungen, die Ausgänge sind mit einem Spannungs- und einem Stromausgang ausgestattet. Der Controller lässt sich mit Wechselspannung oder Gleichspannung betreiben. Die I/Os sind bei Bedarf mit Heschs Himod-System erweiterbar. Die Anwendung außerhalb des Schaltschranks sowie die Anbindung mehrerer Knoten ist über die Anbindung an den Modbus- oder Ethernet-Koppler, den CAN-Buskoppler sowie über HPR Bus ebenfalls möglich.

Autor: Peter Pschichholz ist kaufmännischer Leiter bei der Hesch Industrie-Elektronik GmbH in Neustadt

Quelle: Hesch und Fotolia

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Veröffentlicht von

Dirk Schaar

Ich bin seit mehr als 20 Jahren in Automatisierung und Antriebstechnik unterwegs, weil mich die Technik-Themen immer wieder faszinieren und begeistern. Ich möchte meine Entdeckungen, Erlebnisse und Recherchen gerne mit meinen Lesern teilen - informativ, tiefgreifend, spannend, menschlich, lesenswert und charmant.

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