Hier klicken!

Mit Kunststoff-Gleitlagern 3022 km durch die Wüste

Mit Kunststoff-Gleitlagern 3022 km durch die Wüste

3.022 km quer durch die australische Wüste und das nur mit der Kraft der Sonne, so lautet die Herausforderung der World Solar Challenge. Einer ihrer Teilnehmer ist das Team Sonnenwagen aus Aachen. Die Studenten setzten bei der Entwicklung ihres Solarautos auf die leichte, verschleißfeste und schmiermittelfreie Iglidur Gleitlagertechnik aus langlebigen Tribo-Polymeren von Igus. So konnte das Team erfolgreich als Sechster über die Ziellinie fahren.

Neben Iglidur Gleitlagern in der Lenkung und in der Radaufhängung, kommen für ein schnelles Ein- und Aussteigen gedruckte Lager aus dem Tribo-Polymer Iglidur I3 im Deckelmechanismus zum Einsatz

Von Darwin bis nach Adelaide: 3.022 km quer durch die australische Wüste. Für diese Strecke haben die Teilnehmer der World Solar Challenge genau eine Woche Zeit. Nur mit der Kraft der Sonne dürfen sich die Autos fortbewegen. Die studentischen Teams aus aller Welt entwickeln hierzu unterschiedliche Fahrzeugkonzepte und zeigen so die bunte Vielfalt nachhaltiger Technologien. Einer der diesjährigen Teilnehmer des Rennens stammt aus Aachen. Das Team Sonnenwagen nahm zum zweiten Mal bei dem zweijährlich stattfindenden Wettbewerb teil und fuhr als Sechster über die Ziellinie. Dazu verhalf die Gleitlagertechnik aus Iglidur Tribo-Polymeren von dem Motion-Plastics-Spezialisten Igus. „Die Lagerstellen sind immens wichtig, denn sie halten den Wagen zusammen“, so Kersten Heckmann vom Team Sonnenwagen. „Fällt ein Lager aus, ist die Reparatur äußerst aufwendig.“ Zudem mussten die eingesetzten Lager verschleißfest und leicht sein. Denn je leichter der Sonnenwagen, desto effizienter lässt er sich antreiben und kann eine größere Strecke überwinden.

Die Vielfalt der Tribo-Kunststoffe

Die leichte Iglidur Gleitlagertechnik von Igus findet sich an unzähligen Stellen im Sonnenwagen. In dem Teleskop-Mechanismus für den Solarautodeckel sowie im Lenkrad kommen z.B. selbsteinstellende Igubal Gabelköpfe aus Iglidur zum Einsatz. Derselbe Werkstoff findet sich in Form von Gleitlagern in der Radaufhängung der Hinterräder und im Lenkgetriebe. Der verschleißfeste und schmiermittelfreie Dauerläufer besitzt einen sehr niedrigen Reibwert auf einer Vielzahl an Wellenwerkstoffen – insbesondere im Trockenlauf – und ist schwingungsdämpfend. Ein Vorteil vor allem für das Lenkgefühl. In den Scharnieren der Deckelverriegelung befinden sich außerdem Gleitlager aus dem Werkstoff Iglidur. Das Tribo-Polymer ist kostengünstig und besitzt eine hohe Verschleißfestigkeit.

Sonderlösung schnell gedruckt

Der Deckel des Solarautos stellte das Team vor eine besondere Herausforderung. Die Fahrerin oder der Fahrer muss ihn beim Ein- und Aussteigen eigenständig öffnen und schließen können, so lauten die Regeln der Challenge. Eine schwierige Aufgabe, denn der Deckel ist 5 Meter lang, keinen Meter breit und mit den Solarzellen 25 kg schwer. Bisher war das Öffnen ruckelig und kraftaufwendig. Das Problem lag in den schwergängigen gedruckten Lagern aus einem Standard-Kunststoff. Daher gab das Team kurzfristig den 3D-Druck der Lager aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur I3 bei Igus in Auftrag. Das Material für das Lasersintern-Verfahren zeichnet sich durch seine niedrigen Reibwerte aus, ist wie alle Iglidur Werkstoffe unempfindlich gegen Staub und Schmutz und optimal für die Wüste geeignet. Durch den Einsatz der gedruckten Lager benötigt der Fahrer nun lediglich wenige Sekunden zum Ein- und Aussteigen.

Young Engineers Support fördert innovative Projekte

Projekte wie den Sonnenwagen aus Aachen fördert Igus im Rahmen des Young Engineers Support (YES). Mit der Hochschulinitiative möchte das Unternehmen Schüler, Studenten und Dozenten mit kostenlosen Mustern und Sponsoring sowie bei der Entwicklung innovativer Projekte unterstützen. Mehr Informationen über den Hochschulsupport erfahren Sie auf der Homepage:

 

Quelle: Igus

Teilen:

Veröffentlicht von

ANZEIGE


Bevorstehende Veranstaltungen

Feb
11
Di
ganztägig FVA-Fachseminar: Grundlagen der ... @ Universität Stuttgart, campus.guest
FVA-Fachseminar: Grundlagen der ... @ Universität Stuttgart, campus.guest
Feb 11 – Feb 12 ganztägig
FVA-Fachseminar: Grundlagen der Dichtungstechnik @ Universität Stuttgart, campus.guest
Dichtstellen sind wichtige Bauteile aller technischen Systeme – von Autos genauso wie von Küchenmaschinen oder Windkraftwerken. Gut und lange funktionierende Dichtstellen kann man nicht kaufen, allenfalls den Dichtring. Gut funktionierende Dichtstellen werden konstruiert, gefertigt, montiert[...]
Feb
18
Di
ganztägig FVA-Vertiefungsseminar: Zahnrads... @ FVA GmbH
FVA-Vertiefungsseminar: Zahnrads... @ FVA GmbH
Feb 18 – Feb 19 ganztägig
FVA-Vertiefungsseminar: Zahnradschäden und deren Einflussgrößen @ FVA GmbH
Zur Anpassung von Drehzahl und Drehmoment von Antriebs- und Abtriebsmaschinen werden Getriebe eingesetzt, mit Zahnrädern als den zentralen Maschinenelementen. Sie sollen ihren Dienst geräuscharm, wartungsarm und vor allem schadensfrei über die Lebensdauer der Maschine erfüllen.[...]
Feb
26
Mi
ganztägig FVA-Grundlagenseminar: Schwingun... @ FVA GmbH
FVA-Grundlagenseminar: Schwingun... @ FVA GmbH
Feb 26 – Feb 27 ganztägig
FVA-Grundlagenseminar: Schwingungs- und Geräuschverhalten von Getrieben @ FVA GmbH
Sowohl steigende Komfortansprüche in der Automobilanwendung als auch gesetzliche Vorgaben an stationäre Anlagen sind Treiber einer stetigen Geräuschreduktion in der Getriebeentwicklung. Das Streben nach höchsten Leistungsdichten führt zu elektromechanischen Antriebssystemen mit immer höheren Getriebeeingangsdrehzahlen. Durch[...]

ANZEIGE


ANZEIGE


Aktuelle Ausgabe

Verbinden