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Inkoma liefert Antriebe für die Erforschung des Weltalls

Inkoma liefert Antriebe für die Erforschung des Weltalls

Die Inkoma Maschinenbau GmbH in Osterweddingen hat im Beisein von Staatssekretär Dr. Jürgen Ude einen Elevationsantrieb für das weltweit größte, in Bau befindliche Radioteleskop, das Square Kilometre Array (SKA) nach erfolgreicher Abnahme zur Installation in Südafrika übergeben. Inkoma hatte den Antrieb im Auftrag des Mainzer Spezialisten für Teleskope und Antennen, MT Mechatronics GmbH, entwickelt und gefertigt. „Wir gratulieren der gesamten Inkoma-Mannschaft. Dieser Antrieb ist ein Paradebeispiel für ingenieurtechnische Spitzenleistungen aus Sachsen-Anhalt. Sie zeigt, wozu Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam im Stande sind “, sagte Staatssekretär Dr. Jürgen Ude.

Manfred Obermeier, Vorsitzender des Vorstandes der Inkoma AG, betonte die enormen technischen Anforderungen in diesem Projekt: „Die Antenne besteht im Wesentlichen aus dem Parabolspiegel, den Antrieben für die horizontale Bewegung (Azimut) und vertikale Bewegung (Elevation), dem Tragwerk und den elektronischen Geräten. Anhand der technischen Anforderungen an dieses Beobachtungssystem, entwickelten wir das Herzstück des Systems, einen völlig neuen servoelektrischen Direkt- Spindel- Hubantrieb (DSH) für die Elevationsbewegung des Parabolspiegels. Das ist ein Quantensprung in Sachen Präzision.“

Trotz einer Gesamtlänge von ca. 6.500 mm und einem Gewicht von ca. 3 t stelle der DSH-Antrieb ein kompaktes Antriebssystem mit hoher Leistungsdichte dar. Obermeier: „Solche Meisterstücke sind nur mit Menschen zu schaffen, die qualifiziert, engagiert, aufgeschlossen gegenüber technischen Neuerungen und immer auf der Suche nach der wirtschaftlichsten Lösung sind. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass der Standort Osterweddingen noch viel Potenzial hat und wir hier dynamisch wachsen können.“

Inkoma liefert Antriebe für die Erforschung des Weltalls

Hintergrund zum DSH-Antrieb:

Kernstück des getriebelosen Antriebes ist ein integrierter Gewindetrieb, der direkt und spielfrei von einem Torquemotor angetrieben wird, was u.a. geringste mechanische Verluste gewährleistet. Die Hubgeschwindigkeit des DSH- Antriebes ist stufenlos regelbar in einem Bereich von 0 bis 62 mm/s. Der maximale Spindelhubweg beträgt etwas über 3600 mm.
Auf die Spindel wirken Zug- und Druckkräfte von mehr als 130 kN im Fahrbetrieb und bis zu 300 kN im Stillstand, die aus den Eigen- und Windlasten des Parabolspiegels entstehen. Die Kräfte werden durch entsprechend abgestimmte Axiallagerungen aufgenommen und über die kardanische Antriebslagerung in die Befestigungskonsole abgeleitet. Ein integriertes Messsystem ermöglicht dabei hochpräzise Gleichlauf- und Positioniergenauigkeiten, womit sich am Parabolspiegel Schwenkwinkel bis auf eintausendstel Grad genau realisieren lassen.
Der DSH- Antrieb ist mit zusätzlichen Schutzeinrichtungen ausgestattet wie z.B. einer Not- und Haltebremse, integrierten Hardstops, Spindelschutz bis hin zu Sicherheitsendschaltern.

Quelle: Inkoma Maschinenbau GmbH

Veröffentlicht von

Dirk Schaar

Ich bin seit mehr als 20 Jahren in Automatisierung und Antriebstechnik unterwegs, weil mich die Technik-Themen immer wieder faszinieren und begeistern. Ich möchte meine Entdeckungen, Erlebnisse und Recherchen gerne mit meinen Lesern teilen - informativ, tiefgreifend, spannend, menschlich, lesenswert und charmant.

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