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SPN Schwaben Präzision: Neue Produktionshalle

SPN Schwaben Präzision: Neue Produktionshalle

SPN Schwaben Präzision: Neue Produktionshalle

Mit der Fertigstellung der Halle 4 und der dadurch ermöglichten Zusammenlegung der beiden Standorte Fritz-Hopf-Straße und Glashütter Straße zum 31. Juli 2017 hat SPN Schwaben Präzision bei der Sicherung der eigenen Zukunftsfähigkeit einen weiteren Meilenstein setzen können. Die neue Werkshalle 4 wird dabei die bestehende Haupthalle so erweitern, dass sämtliche Arbeitsprozesse (u. a. Drehen, Fräsen, Verzahnen, Schleifen), die zuvor noch an der Glashütter Straße angesiedelt waren, nun auch räumlich zusammengeführt werden können. 

Grundlage der Neukonzeption der Prozesskette bildet die „Werkstruktur 2019“. Die dort 2015 festgehaltene Marschroute baut auf den Ergebnissen einer Analyse auf, die von SPN Schwaben Präzision zusammen mit der Staufen AG im Bereich Lean Management durchgeführt worden war. Maßgebliche Vorgabe dabei: die Durchlaufzeit für sämtliche Fertigungsprozesse im Werk mittelfristig zu halbieren und so die gesamte Effizienz und Flexibilität der Prozessabläufe deutlich zu erhöhen. Der Weg dahin besteht in der Umsetzung einer Reihe von Maßnahmen, welche die Transformation von einer werkstatt- zu einer prozesskettenorientierten Struktur beschleunigen sollen. Die Vorteile, die sich mit der Zusammenlegung der beiden Standorte auf diesem Weg verbinden, sind offensichtlich: Fortan können sämtliche Fertigungsprozesse in einem Durchlauf an einem Standort umgesetzt werden.

SPN Schwaben Präzision: Neue Produktionshalle

Bild: SPN Schwaben Präzision

Neben Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen lassen sich mit dem Neubau von Halle vier eine Vielzahl von Verbesserungen der Arbeitsumgebung für Mensch und Maschine realisieren, das gilt auch für die Verbesserung der Umweltbedingungen vor Ort. Dabei führt die Umstellung auf eine klimatisierte Fertigung und die damit einhergehende größere Temperaturstabilität dazu, dass die Qualität der Fertigungsabläufe und damit auch die Qualität der Produkte selbst zukünftig noch weiter verbessert werden können. Das Absaugen der Abluft direkt an den Maschinen führt zu einer spürbaren Verbesserung der Hallenluft: Von der saubereren Luft und den durchweg stabilen Temperaturen profitieren dabei natürlich auch die Mitarbeiter. Darüber hinaus werden in der Halle 4 künftig weitgehend regenerative Energien zum Einsatz kommen: Die Heizung wird CO2-frei über Biomasse und Fernwärme betrieben, ein großer Teil des Stromverbrauchs über eine Solaranlage auf dem Werksdach künftig selbst produziert werden können.

Die Bauarbeiten für Halle 4, die im Oktober 2016 begannen, werden Ende Juli 2017 abgeschlossen sein. Die Feierlichkeiten zum „Hebauf“, der finalen Übergabe des Projekts an den Bauherrn, finden kurz zuvor am 28. Juli statt. Die vollständige Aufnahme der Produktion soll dann bereits in den ersten beiden Augustwochen erfolgen.

Umsetzung: Luftfahrtzertifizierung DIN EN 9100

Parallel zu den anstehenden räumlichen Veränderungen tritt auch die Umsetzung der Luftfahrtzertifizierung in den Sommermonaten 2017 in die entscheidende Phase. Die Entscheidung für die DIN EN 9100 – mit dem Ziel, die Luftfahrtkompetenz des Unternehmens weiterhin zu zementieren – war bereits im Juni 2016 gefallen und in der Folgezeit auf den Weg gebracht worden. SPN-Geschäftsführer Rainer Hertle: „Innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne ist es uns hier gelungen, den Umsatz von sechs auf zwölf Prozent hochzufahren, und wir hoffen, dass wir in den kommenden zwei bis drei Jahren rund zwanzig Prozent unseres gesamten Umsatzes mit der Produktion für die Luftfahrtindustrie bestreiten können.“ Hertle sieht das Unternehmen dafür bestens gerüstet, denn: „Mehr als jedes andere Unternehmen in Deutschland steht SPN Schwaben Präzision heute dafür, Verzahnungstechnik in hoher Qualität und Zuverlässigkeit in geringen bis mittleren Stückzahlen liefern zu können. Allein schon mit dieser spezifischen Konzentration von Stärken sind wir als Partner für die Luftfahrtindustrie besonders gut geeignet.“

Nachdem bei dem Anfang Juni 2017 abgehaltenen Voraudit noch mal die Eintrittsvoraussetzungen nebst möglichen Risiken abgeklärt werden konnten, sind sämtliche Vorbereitungen für das eigentliche Audit abgeschlossen. So werden am 4. Juli das Zertifizierungsaudit für „Stage 1“ (Überprüfung und Sichtung der Prozesse und Dokumentenlage) und in der letzten Juliwoche die Überprüfung der Umsetzung der Prozesse für „Stage 2“ durchgeführt. Sollten hierbei Abweichungen festgestellt werden, hat SPN Schwaben Präzision rund zwei Monate Zeit, um die geforderten Korrekturen anzubringen: Entsprechend sollte in den kommenden Herbstmonaten mit der entsprechenden TÜV-Zertifizierung zu rechnen sein.

www.spn-drive.de

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Veröffentlicht von

MK Krueger

Ob Industrie 4.0, Predictive Maintenance oder Condition Monitoring: Aktuelle Themen und Trends der Branche aufzugreifen, zu recherchieren und zu vermitteln – das ist es, was mich als Redakteurin der antriebstechnik so begeistert.

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