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Grüne (Energie-)Führung

Nachhaltigkeit als Kernwert etablieren

29.02.2024
von Redaktion ANTRIEBSTECHNIK

Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung kostet Zeit und Geld, erfordert Überlegungen und Diskussionen und manchmal auch die Abkehr von gewohnten Denkweisen. Tsubaki Kabelschlepp hat sich auf diesen Prozess eingelassen, dabei über den Tellerrand geschaut, an vielen Stellschrauben gedreht, Maßnahmen umgesetzt und nachhaltige Entwicklungen angestoßen. Heute durchdringt das Thema alle Firmenbereiche, beeinflusst Produktentwicklung, Materialauswahl und Serviceaktivitäten und ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur.

Tsubaki Kabelschlepp verfolgt bei der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele einen ganzheitlichen Ansatz und nimmt dabei ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen ins Visier. Unter Berücksichtigung dieser Werte und Ziele treibt Tsubaki Kabelschlepp kontinuierlich Projekte voran, die nicht nur einen positiven Einfluss auf Energieverbrauch, Ressourcen und Umwelt haben, sondern auch die Arbeitsbedingungen und den Zusammenhalt der Mitarbeitenden verbessern. So konnten die CO2-Emissionen bezogen auf Scope 1 und 2 bereits 2022 um 78,9 % reduziert werden. 2023 wurde unter anderem durch die Verringerung des Gasverbrauchs um 70% eine weitere CO2-Ersparnis von 1.151 t generiert. Parallel ermittelt, misst und dokumentiert das Unternehmen seit 2022 Emissionen, die dem Scope 3 zugeordnet werden, inklusive Mitarbeiteremissionen durch Arbeitswege und einer Lieferkettenanalyse.

Inzwischen hat Tsubaki Kabelschlepp die Energieversorgung auf Grünstrom und Ökogas umgestellt, nutzt die Abwärme aus der Produktion zur Heizung der Verwaltung und hat ein Lastspitzenmanagement in der Fertigung etabliert. Parallel werden an allen Verbrauchern Energieeffizienzmessungen vorgenommen, die Ergebnisse analysiert und so kontinuierlich neue Einsparpotenziale gehoben.

Nachhaltigkeitsprojekte in der Pipeline

Unterstützung und Motivation bei allen Klimabestrebungen erhält Tsubaki Kabelschlepp auch durch die ehrgeizigen Ziele der japanischen Tsubakimoto Chain Group. Diese verfolgt die sogenannten SBTi Targets und hat den Ehrgeiz mit dieser Science Based Targets Initiative zu den Top-500-Unternehmen in der Welt zu gehören. Daraus ergeben sich auch für Tsubaki Kabelschlepp anspruchsvolle Vorgaben. So muss das Unternehmen in Scope 1 und 2 bis 2030 bezogen auf das Jahr 2021 42 % CO2 einsparen und im Bereich von Scope 3 25 %.

Um dies zu realisieren hat Tsubaki Kabelschlepp bereits eine Reihe weiterer Nachhaltigkeitsprojekte in der Pipeline, für die das Unternehmen allein im Jahr 2024 ein Investitionsvolumen von rund 400.000 Euro einplant. In den kommenden Jahren sollen dann auch der Produktionsstandort Hünsborn sowie alle international produzierenden Töchter in die Gruppenbilanz mit einbezogen werden. Auf dieser Basis will man sukzessive die CO2-Bilanz jedes einzelnen Produktes berechnen und optimieren, mit dem Ziel, am Ende Klimaneutralität zu erreichen. Denn der Kunde hat diesbezüglich inzwischen ganz klare Forderungen an seine Lieferanten. Und in diesem Sinne entwickelt sich Tsubaki Kabelschlepp mit großem Engagement weiter – bezogen auf das Unternehmen, die Produkte sowie deren Einfluss auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit beim Kunden.

Innovative Produkte: Materialien optimieren

Wenn Tsubaki Kabelschlepp auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit seine Materialrezepturen anpasst, ist das Pflichtenheft entsprechend umfangreich. Ein Beispiel: Um Ressourcen zu schonen, setzt der Hersteller mechanisch recyceltes PA6 in seinen Produkten ein. Aktuell liegt dieser Anteil bei 35 %, Tendenz steigend. Die Voraussetzung: Die nachhaltig produzierte Energieführungskette muss in punkto Qualität, mechanischer Belastbarkeit, Aussehen, Recyclingfähigkeit und Verarbeitbarkeit einer Kette aus Neu-Material entsprechen. „Um dies sicherzustellen, folgen auf jegliche Änderung der Materialzusammensetzung umfangreiche Testprozeduren“, erklärt Peter Sebastian Pütz, Vice President Marketing & Innovation bei Tsubaki Kabelschlepp. „Der Aufwand dafür entspricht dem bei der Neuproduktentwicklung, denn bei Verfahrwegen von mehr als 700 Metern können wir uns kein Risiko erlauben.“

Auf der Tsubaki-Testanlage können Materialzusammensetzungen der Energieketten intensiv getestet werden

Neben der Erprobung neuer Materialien verbessert Tsubaki Kabelschlepp die Nachhaltigkeit seiner Energieführungsketten auch durch konstruktive Maßnahmen. Hier erweist sich der Einsatz von Rollen als gute Idee, da diese im Vergleich zum Gleitprozess der Kette die notwendige Antriebsenergie um bis zu 75 % reduzieren können. Ebenfalls verringern sich Abrieb (Mikroplastik) und Verschleiß, was wiederum der Lebensdauer der Produkte zugutekommt.

Wie die Lebensdauer die Nachhaltigkeit bestimmt

„Das nachhaltigste Produkt ist das, was am längsten hält“, konstatiert Peter Sebastian Pütz. „Entsprechend gehen bei uns Service und Kundenbetreuung weit über den Produktvertrieb hinaus. Unser Service-Team kümmert sich proaktiv um alle Produkte aus unserem Sortiment – Energieführungssysteme, Förderer und Schutzsysteme.“ Das alles geschieht im Rahmen der globalen „ProService“-Initiative der Tsubaki-Gruppe. Diese steht für ein nachhaltiges, weltweit einheitliches Service-Konzept, welches die sechs Module Installationsunterstützung, Wartungsschulung, Vor-Ort-Inspektion, Analyse, Leistungsüberwachung und Optimierung umfasst und dabei einheitliche Qualitätsstandards garantiert.

 

Quelle: Tsubaki Kabelschlepp

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