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Simulation

Einfacher Austausch von Getriebedaten mit REXS

07.01.2022
von Redaktion ANTRIEBSTECHNIK

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In modernen Getriebeentwicklungsprozessen werden viele Arbeitsschritte mit Hilfe von Simulationswerkzeugen digitalisiert. Dies führt dazu, dass Getriebemodelle in zahlreichen, verschiedenen Softwaretools erstellt werden. Die verwendeten Programme sind dabei in der Regel nicht kompatibel, müssen aber mit den gleichen Daten, wie z.B. Zähnezahl, Achsabstand, arbeiten. Die Folge: zeitaufwändige, manuelle Dateneingaben und ein hohes Risiko, Simulationen mit veralteten Daten durchzuführen.

Eine Lösung für diese Probleme bietet der Reusable Engineering EXchange Standard – REXS. REXS ist ein frei zugängliches parametrisches Datenmodell, das allen beteiligten Tools ermöglicht, Modelldaten auszutauschen. Die Modellerstellung in den einzelnen Werkzeugen entfällt und minimiert dadurch Fehler beim Datenaustausch sowie den Aufwand bei der Modellerstellung zwischen verschiedenen CAE-Tools. „REXS 1.4 schafft eine allgemeine, umfassende und freie Beschreibung für Getriebestrukturen“, meint Dr. Moritz Keuthen, Leiter Modellierung und Simulation bei der FVA GmbH

Die neue Version 1.4 wurde am 01.11.2021 veröffentlicht. REXS 1.4 unterstützt den Austausch neuer Modelldaten zwischen Programmen. Auf diesem Weg lassen sich neue Komponenten abbilden und automatische Workflows über verschiedene Simulationstools hinweg realisieren. Mit dem Release REXS 1.4 wird ein wichtiger Meilenstein in Richtung Unabhängigkeit von herstellerspezifischen Datenformaten gesetzt.

Die standardisierte Datenschnittstelle REXS wird seit 2017 im Auftrag der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) unter der CC-BY-SA-4.0 Lizenz entwickelt. An der Entwicklung sind sowohl Forschungsinstitute, wie das IMM der TU Dresden, das WZL der RWTH Aachen und die FZG der TU München als auch führende Unternehmen der Antriebstechnik, z.B. die Schaeffler AG und ZF, beteiligt. Gemeinsam haben sie REXS mit dem Ziel entwickelt, Daten entlang der Value Chain auszutauschen und anzureichern, sodass ein digitaler Zwilling eines Antriebes entsteht.

 

Quelle: FVA Service

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