Sieb & Meyer hat zwei sensorlose Sicherheitsfunktionen in sein Antriebssystem SD2 implementiert. Die Sicherheitsfunktionen SFM und SLOF überwachen das Drehfeld und den Stillstand. Maschinenbauern steht mit den geberlosen Features eine funktionale und kostengünstige Lösung zur Verfügung.
Die TÜV-zertifizierten Sicherheitsfunktionen machen zusätzliche Drehgeber an den Spindeln überflüssig, da die Sicherheitsfunktionen „Sicherer Stillstandsmonitor“ (SFM – Safe Frequency Monitor) und „Sicher begrenztes Drehfeld“ (SLOF – Safe Limited Output Frequency) bereits integriert sind. Mit der Sicherheitsfunktion SFM erkennt der SD2, ob eine geberlose Spindel nach dem Ausschalten den Stillstand erreicht bzw. eine sichere Drehzahlfrequenz unterschritten hat. Solange dies nicht geschehen ist, wird beispielsweise eine Schutztür nicht freigegeben. SFM misst dazu das elektrische Drehfeld des Motors, worüber sich eine genaue Aussage über das mechanische Drehfeld machen lässt. Welche Drehzahlen bzw. Drehfeldfrequenzen als sicher definiert sind, ergibt sich aus der Risikobeurteilung der Maschine, die gemäß der Maschinenrichtlinie erfolgt.
„Die Herausforderung für den Maschinenhersteller besteht darin, die Aspekte Personensicherheit und Produktivität gleichzeitig optimal bzw. normkonform umzusetzen“, erläutert Markus Finselberger, Key Account Manager Antriebselektronik bei Sieb & Meyer. „Bei klassischen Sicherheitslösungen müssen die Motoren beziehungsweise Spindeln mit sicheren Drehzahlgebern ausgestattet sein, um gefährliche Betriebszustände erfassen beziehungsweise vermeiden zu können.“ Dank den integrierten Sicherheitsfunktionen lassen sich mit dem Antriebssystem SD2 Werkzeugmaschinen nun ohne Drehgeber sicher betreiben.
Sieb & Meyer stellt seine Produkte und Lösungen auf der SPS 2023 vor, in Halle 4 an Stand 230.
Text- und Bildquelle: Sieb & Meyer