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Fachartikel: Pfiffig die Physik genutzt

GMI-Encoder

19.02.2023
von Redaktion ANTRIEBSTECHNIK
In Roboter eingebaut: Die GMI-Rotary Encoder weisen größte Präzision und hohe Langlebigkeit in einem kompakten Gerät auf

Spezielle Anwendungen verlangen nach speziellen Lösungen –genau für diese Fälle hat ein Unternehmen aus Österreich mit dem GMI-Encoder innovative Sensortechnologie mit interessanten Eigenschaften im Portfolio – einem physikalischen Effekt sei Dank. Die Encoder zur Positionsbestimmung kommen auch dort zum Einsatz, wo übliche Encoder zu groß und schwer sind.

Schon lange vor ihrer Unternehmensgründung 2017 waren Flux aus Österreich ein ausgemachter Spezialist für Sensorik, mit jahrzehntelanger Erfahrung und großem Know-how im Bereich magnetischer, induktiver und optischer Technologien. Ab einem gewissen Punkt zeigte sich allerdings, dass es vor allem beim Erfassen von Rotations- und linearen Bewegungsabläufen Zeit für neue Entwicklungen war. Gründe dafür waren weitreichende Innovationen bei Automatisierung und Robotik, die noch dazu immer schneller erfolgten. Gefragt waren ultraschnelle, ultraleichte und -flache Sensoren und Encoder, die mit der raschen Weiterentwicklung der Industrie 4.0 Schritt halten konnten.

Giant Magneto Impedance

Die Antwort der Österreicher ist die patentierte GMI-Technologie (für Giant Magneto Impedance) die sie zum Beispiel im GMI-Encoder einsetzen. Das Prinzip dahinter ist bekannt: Der GMI-Effekt besteht darin, dass bestimmte Materialien ihre Impedanz, also ihren Wechselstromwiderstand, ändern, sobald sie einem externen Magnetfeld ausgesetzt sind. Das hat wiederum Auswirkungen auf den sogenannten Skin-Effekt, der durch Anlegen eines Wechselstroms im GMI-Material hervorgerufen wird. Auf diese Weise kann ein Signal in Abhängigkeit von der Position zwischen Sensor (GMI-Folie) und Maßband (externem Magnetfeld) generiert werden. Ein Novum, denn der GMI-Effekt war bis dahin noch nie zur Positionsbestimmung genutzt worden.

Physik eingesetzt: Die Angle-Encoder basieren auf der GMI-Technologie und eignen sich mit ihren Eigenschaften für …

… besondere Anwendungen, zum Beispiel in Robotern oder …

… in einem Gimbel

Überträgt man dieses Wissen auf die Herstellung eines Encoders, so wie es Flux gelungen ist, ergibt sich daraus ein enormer Mehrwert: Damit sind Anwendungen denkbar, die bislang ausgeschlossen schienen, weil übliche Sensoren und Encoder wegen ihrer Größe oder Trägheit schlichtweg nicht geeignet waren. Die GMI-Encoder kombinieren die hochgenaue Leistung eines optischen Drehgebers mit der Robustheit eines induktiven Drehgebers und der großen Montagetoleranz sowie Arbeitsbereich eines magnetischen Drehgebers. Darüber hinaus arbeiten die GMI-Encoder hysteresefrei und bieten eine Positionserfassung in Echtzeit; das heißt, die aktuelle Position steht zu jeder Zeit ohne Verzögerung bereit. Sie vereinen Eigenschaften und Funktionen bisheriger Encoder-Systeme in einem Gerät – das spart Kosten für Energie, Einbau, Integration, Betrieb und Wartung.

Paul Tutzu, Flux-Gründer und CEO, bringt es so auf den Punkt: „Der rasante technische Fortschritt und die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen erfordern eine hohe Flexibilität. Mit dem Einsatz unserer Drehgebern ermöglichen wir unseren Anwendern ein Höchstmaß an Anpassungsfähigkeit und Zuverlässigkeit und bieten gleichzeitig einen Mehrwert durch überlegene technische Leistung.”

GMI-Drehgeber arbeiten darüber hinaus holistisch: Der Sensor tastet das … Neugierig, wie es weitergeht? Lesen Sie den gesamten Beitrag in unserem ePaper:

 

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