Rodriguez bietet Rollengewindetriebe mit Satellitenrollen oder mit Rollenrückführung an. Erstere bestehen aus einer geschliffenen Spindel und einer mit Rollen ausgestatteten Gewindemutter.
Spindel und Mutter besitzen ein mehrgängiges Profil mit einem Flankenwinkel von 90 Grad. Die Satellitenrollen werden beidseitig durch Zahnkränze geführt und dadurch achsparallel auf Abstand gehalten. Diese Ausführung ist mit und ohne Vorspannung verfügbar und kann mit Schmutzabstreifern aus Polyamid ausgestattet werden. Bei der Variante mit Rollenrückführung werden statt Satellitenrollen Rollen mit Rillen am Außendurchmesser verwendet, die im Abstand der jeweiligen Steigung angeordnet sind. Diese Gewindetriebe bieten bei verhältnismäßig hohen Spindeldurchmessern kleine Steigungen und erreichen damit eine hohe Positionier- und Wiederholgenauigkeit sowie einen hohen Wirkungsgrad. Da das Gewinde der Rollen keine Steigung hat, kann die Steigung der Spindel noch feiner gewählt werden, und zwar zu 1 mm Steigung bei einem Spindeldurchmesser von 50 mm.
Hohe axialen Tragfähigkeit
Rollengewindetriebe überzeugen in den verschiedensten industriellen Anwendungen mit ihrer hohen axialen Tragfähigkeit. Bevorzugt werden sie eingesetzt, wenn Press- oder Stanzaufgaben anstehen oder hydraulische Antriebe ersetzt werden sollen. Die höheren Tragzahlen im Vergleich zum Kugelgewindetrieb ergeben sich aus der größeren Anzahl tragender Kontaktflächen. Rollengewindetriebe benötigen bei gleicher Funktion viel weniger Platz und sparen Energie. Aufgrund ihrer hohen Steifigkeit ermöglichen sie eine effektivere Positions- und Geschwindigkeitsregelung. Auch bei kurzen Verfahrwegen ist eine hohe Beschleunigung und Wiederholgenauigkeit gegeben.
Quelle: Rodriguez






