Die Messtechnik ist im Umbruch, insbesondere im Bereich der Fahrzeugantriebe. Der Siegeszug der E-Mobilität verändert auch die Prozesse und Verfahren beim Testen von Antrieben tiefgreifend. Es gibt jedoch auch Konstanten: Nach wie vor sind Präzision und Zuverlässigkeit bei Prüfständen unabdingbar. Mit der neuen Wellenkupplung Roba DS Type 9120 hat Mayr Antriebstechnik jetzt eine Leichtbaukupplung speziell für Drehmomentaufnehmer im Programm, die sich mit geringen Massenträgheitsmomenten und reduziertem Durchmesser positiv auf die Genauigkeit auswirkt und zudem hohe Drehzahlen beherrscht.
Das E-Auto ist gekommen, um zu bleiben. Die Stromer sind inzwischen selbstverständlicher Teil des Portfolios der Automobilhersteller, Tendenz steigend. Mit dem Siegeszug der E-Antriebe ändern sich auch Prüfroutinen und Testmethoden – die elektrischen Antriebe sind generell weniger testintensiv und stellen andere Anforderungen an Prüfstände als Verbrennungsmotoren. Was aber nach wie vor ohne Einschränkung gilt: Wellenausgleichskupplungen sind und bleiben ein essenzieller Bestandteil in Prüfständen, auch wenn gerade diese vermeintlich simplen Komponenten häufig unterschätzt werden. „Der Auswahl von Wellenkupplungen – sozusagen als Standardbauteil – wird häufig wenig Beachtung geschenkt“, erklärt Ralf Epple, Produktmanager bei Mayr Antriebstechnik in Mauerstetten. „Aber wenn eine Wellenkupplung versagt, dreht sich am Ende der Anlage auch nichts. Deshalb ist es wichtig, dass die Kupplungen genau zu der jeweiligen Anwendung passen. Entscheidend ist aber auch, dass gerade solche Standardbauteile zum Beispiel über einen Online-Konfigurator einfach auszuwählen und dann aber auch schnell lieferbar sind.“
Wellenkupplungen sind unabdingbar für präzise Messergebnisse, weil sie die auf den Messflansch wirkenden Störgrößen minimieren. Diese Störgrößen oder sogenannte parasitäre Kräfte entstehen oftmals durch Ausrichtfehler im Antriebsstrang. So treten in fast allen Anwendungen Versätze zwischen An- und Abtriebsseite auf. Zusammen mit dem Messflansch kommen daher Wellenausgleichskupplungen zum Einsatz. Hier ist es wichtig, dass die geometrische Grundlage stimmt und die Kupplungen schon in ihrer Standardausführung für Messflansche ausgelegt sind und die hohen Anforderungen an Präzision, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit erfüllen, die in der Messtechnik alltäglich sind. „Es gilt, die Balance zwischen Steifigkeit und Elastizität zu finden, um Rückstellkräfte auf das System zu vermeiden“, fasst Daniel Brecheisen, Konstrukteur bei Mayr Antriebstechnik, die Anforderungen an die Ausgleichskupplungen zusammen.






