Der Synchronmotorenhersteller Rotek aus Bremerhaven möchte die Risiken für sich und für seine Kunden minimieren, Produktionsausfälle und Stillstand vermeiden. Ziel ist es, Motoren ohne Neodym Magnete zu bauen und von geopolitischen Turbulenzen und Engpässen unabhängig zu sein. Dabei verfolgt er auf diesem Weg zwei Ansätze.
China hat die Lieferung von Seltenen Erden stark eingeschränkt. Aber schon in den Jahren 2010/11 gab es große Lieferengpässe und enorme Preissprünge. So begann man bei Rotek frühzeitig, ein großes Lager aufzubauen. Es reicht für mehrere Jahre. Denn für die Herstellung der besonders leistungsstarken und energiesparenden Rosync Motoren sind Neodym-Magnete zurzeit unverzichtbar.
Alternativ arbeitet Rotek längst an anderen Lösungen, um seine Kunden zuverlässig zu versorgen und die eigene Abhängigkeit zu verringern. Das Recycling und die Wiederverwertung von Rohstoffen und Bauteilen ist besonders für die Motoren der Rosync und Romotion Serie sinnvoll, in denen Neodym-Magnete eingesetzt werden. Ein weiterer Ansatz ist, auf jahrzehntelange Erfahrung zurückzugreifen. Seit Bestehen baut Rotek seine Robase Synchronmotoren mit Ferrit-Magneten. Für viele Anwendungen reichen diese weniger starken Magnete völlig aus. Ein zusätzlicher Effekt, der umweltschädliche Abbau von Neodym wird vermieden. Zudem sind sie preiswerter und weltweit verfügbar. Zurzeit setzt Rotek in seinen Romotion BLDC-Motoren Ferrit-Magnete ein. Weitere Motor-Baureihen ohne Neodym-Magnete befinden sich in der Entwicklung.
Quelle: ROTEK
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