Gemeinsam mit der Unternehmensberatung P3 hat das Fraunhofer IPA untersucht, wie Komponentenhersteller durch die Fertigung von Hardware-Bauteilen für humanoide Roboter profitieren könnten. Die Ergebnisse sind im Whitepaper »The Humanoid Hardware Value Chain: Can the European Manufacturing Industry Capitalize on the Humanoid Momentum?« kostenfrei verfügbar. Ein Autorenteam des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und der Unternehmensberatung P3 ist der Frage nachgegangen, wie die hiesige Industrie von dieser boomenden Technologie profitieren und sich möglicherweise neue Märkte erschließen kann. Im jetzt veröffentlichten Whitepaper haben sie untersucht, welche Rolle die Hardware dieser Roboter spielt und warum sich produzierende Unternehmen in Europa hierfür stark interessieren sollten.
Denn trotz der Fortschritte rund um KI bestimmen Hardwarekomponenten weitgehend die Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit humanoider Roboter. Derzeit fehlen aber standardisierte Hardwarearchitekturen. Zudem erfüllen wichtige Komponenten für diese Roboterart wie Aktuatoren, Getriebe, Batterien und Sensoren die industriellen Anforderungen hinsichtlich Robustheit, Lebensdauer und Kostenstruktur nur teilweise.
Um das Marktpotenzial genauer einschätzen zu können, hat das Autorenteam die Wertschöpfungskette der humanoiden Roboterhardware für Sensorik, Aktorik sowie Struktur und Energie analysiert und ein Bottom-up-Kostenmodell erstellt. Die Analyse hebt Hardwarekomponenten hervor, die die Gesamtausgaben dominieren und die größten Herausforderungen für eine kosteneffiziente Skalierung darstellen. Flexible Hände sind aktuell noch das größte Nadelöhr.
Vincent Bezold, Geschäftssegmentleiter am Fraunhofer IPA und Mitautor des Whitepapers, fasst die Handlungsempfehlungen so zusammen: »Um diesen Wachstumsmarkt erschließen zu können, ist es entscheidend, dass Unternehmen sich gezielt in der Entwicklung und Industrialisierung kosten- und leistungsrelevanter Hardwarekomponenten engagieren. Sie sollten auch eine frühzeitige und enge Zusammenarbeit mit Herstellern von Humanoiden anstreben.«
Der Link zur Veröffentlichung: https://s.fhg.de/Whitepaper-Humanoide-Hardware
Quelle: Fraunhofer IPA






