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Von digitaler Produktion zu digitalen Mehrwertdiensten

Von digitaler Produktion zu digitalen Mehrwertdiensten

Laut einer gemeinsamen Studie des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Unternehmensberatung McKinsey sehen fast 80 der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau die Notwendigkeit, bei digitalen Geschäftsmodellen zu kooperieren. Der VDMA sieht daher nach der Vernetzung von Systemen und Anlagen nun die Vernetzung mit dem Kunden als nächsten bedeutende Schritt für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau.

Das Ergebnis der Studie: Aktuell liegt der Umsatzanteil für digitale Plattformen und Mehrwertdienste erst bei rund 0,7 Prozent (etwa 6 Milliarden Euro) des Gesamtumsatzes im europäischen Maschinenbau (rund 850 Milliarden Euro). Um dieses Potential besser zu nutzen, setzen viele Unternehmen auf eine stärkere Öffnung für Kooperationen.

Für die Studie mit dem Titel „Kundenzentrierung als Chance für den digitalen Durchbruch“ von VDMA und McKinsey, wurden gut 200 Maschinen- und Anlagenbauer befragt. 77 Prozent der Firmen geben an, die Zusammenarbeit in Anbieterkonsortien sei ein erfolgversprechender Weg für den Aufbau digitaler Plattformen. 71 Prozent nennen darüber hinaus Kooperationen mit Startups als gute Lösung, 24 Prozent können sich auch Kooperationen mit Wettbewerbern vorstellen.

„Der aktuell relativ geringe Marktanteil für digitale Plattformen und Mehrwertdienste sowie das zu erwartende zweistellige Wachstum dieses Marktes birgt ein großes Potenzial für die Maschinen- und Anlagenbauer – ist aber gleichzeitig auch eine Warnung“, sagt Dorothee Herring, Partnerin im Düsseldorfer Büro von McKinsey und Co-Autorin der Studie. „Hochwertige Produkte bleiben die Basis für den Erfolg. Allerdings erwarten die Kunden zunehmend integrierte digitale Services rund um die Maschine. Hier muss der Maschinen- und Anlagenbau nachlegen.“ Vor allem wünschen sich Kunden Lösungen, die nicht in Abhängigkeit eines einzelnen Herstellers stehen.

Die Maschinenbaufirmen sehen sich laut der Studie mehrheitlich selbst als am besten in der Lage, die wesentlichen Bedürfnisse ihrer Kunden hinsichtlich digitaler Plattformen zu erfüllen. Auch weitere industrienahe Lösungen mithilfe ausgegründeter Start-ups werden als geeignete Vehikel zur Digitalisierung angesehen. Wichtigste Funktionalitäten digitaler Plattformen sind laut den befragten Unternehmen Verfügbarkeit, Performance und Sicherheit. Für die Kunden spielen laut Interviews die Themen Offenheit und Kompatibilität der Plattformen allerdings eine größere Rolle als von den Maschinen- und Anlagenbauern angenommen.

Als größte Hürden für die Entwicklung eigener digitaler Dienste werden von den Unternehmen fehlende Geschäftsmodelle (61 Prozent), fehlende Standards (59 Prozent) und mangelnde strategische Relevanz (57 Prozent%) angesehen. Allerdings haben bereits 52 Prozent der befragten Unternehmen Software und Apps für eigene oder fremde digitale Plattformen programmiert. Jedes zehnte Unternehmen konnte diese bereits erfolgreich skalieren.

 

Quelle: VDMA

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