VDMA-Ingenieurerhebung: Ergebnispräsentation

VDMA-Ingenieurerhebung: Ergebnispräsentation

VDMA-Ingenieurerhebung: Ergebnispräsentation

Der VDMA präsentierte gestern auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main die Ergebnisse seiner Ingenieurerhebung. Fakt ist: Die Maschinen- und Anlagenbauer sind der wichtigste Arbeitgeber für Ingenieure in Deutschland, und die Bedeutung dieser Berufsgruppe wächst stetig an. Laut der neuen VDMA-Ingenieurerhebung beschäftigte die hiesige Maschinenbauindustrie im vergangenen Jahr rund 191.000 Ingenieurinnen und Ingenieure. Das war ein Zuwachs von 8000 Personen im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage im Jahr 2013. „Damit liegt der Anteil der Ingenieure an der Gesamtbeschäftigung im Maschinenbau bei sehr hohen 16,7 Prozent“, sagte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker. Allerdings ist dieser Anteil an der Gesamtbeschäftigung im Maschinenbau erstmals seit gut 50 Jahren nicht gestiegen.

VDMA-Ingenieurerhebung: Ergebnispräsentation in Frankfurt, Maschinen- und Anlagenbau

Carl Martin Welcker, VDMA-Präsident (Bild: VDMA)

„Auch andere Gruppen haben zum Beschäftigungswachstum im Maschinenbau beigetragen. Vor allem Facharbeiter und Techniker wurden über den Ersatzbedarf hinaus rekrutiert“, Carl Martin Welcker, VDMA-Präsident

Größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland

Der Maschinen- und Anlagenbau ist auch der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Die Beschäftigtenzahl stieg im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in Folge. Im November wurde mit 1,02 Millionen Menschen der beste Wert seit 1993 erreicht. Ingenieure sind für die Maschinenbauindustrie in besonderem Maße identitätsstiftend. „Umso erfreulicher ist es, dass in den vergangenen Jahren der Trend zur Überalterung unserer Ingenieure gestoppt werden konnte“, sagte der VDMA-Präsident. Zwischen 2007 und 2013 war der Anteil der Ingenieurs-Altersgruppe von 31 bis 45 Jahren noch stark von 50 auf 40 Prozent geschrumpft. In den vergangenen drei Jahren konnte dieser Anteil nun stabilisiert werden. „Für junge Menschen ist der Maschinenbau als Arbeitgeber also hoch attraktiv“, betonte Welcker. „Wir dürfen in unseren Anstrengungen um den Nachwuchs aber nicht nachlassen, denn rund ein Sechstel unserer Ingenieure wird sich in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand verabschieden.“

VDMA-Ingenieurerhebung: Ergebnispräsentation in Frankfurt, Maschinen- und Anlagenbau

An der VDMA Ingenieurerhebung 2016 nahmen rund 400 Mitgliedsunternehmen teil. Einige zentrale Ergebnisse der Befragung lauten:

  • In den kommenden Jahren wird sich die Zahl der aus dem Berufsleben ausscheidenden Ingenieure erhöhen, wenn die „Baby-Boom“-Generation in Rente geht. 
  • Zugleich erwarten mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen in den kommenden fünf Jahren eine weitere Zunahme der Ingenieurzahl.
  • Industrie 4.0 verschiebt die Zusammensetzung der Ingenieure. Inzwischen werden bereits rund 11.700 Informatiker und Informatikingenieure sowie 37.000 Elektroingenieure im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland beschäftigt.
  • Jedes sechste der befragten Unternehmen hat im Zusammenhang mit einem Industrie 4.0-Projekt bereits nach zusätzlichen Fachkräften gesucht.

Auch Facharbeiter dringend gesucht

„Der Maschinenbau benötigt aber nicht nur Ingenieure, auch Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung werden dringend gesucht“, betonte der VDMA-Präsident. 41 Prozent der befragten Unternehmen hatten im vergangenen Frühsommer offene Stellen für Facharbeiter oder Techniker, das waren 10 Prozentpunkte mehr als 2013. „Für viele Ausbildungsberufe hat sich das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage weiter verschärft“, beklagte Welcker. Im Maschinenbau gehe es deshalb nicht um ein entweder/oder von Ingenieuren und Fachkräften, sondern um ein Miteinander. „Wir Maschinenbauer stehen auf zwei Beinen: Ingenieure und Facharbeiter“, resümierte der VDMA-Präsident. „Und was wir vor allem brauchen, sind junge Menschen, die sich für Technik begeistern.“

Video-Statements:

Wir haben VDMA-Präsident Carl Martin Welcker nach den zentralen Ergebnissen der Ingenieurerhebung gefragt und mit welchen prägnanten Herausforderungen sich die Unternehmen im Hinblick des Wandels von Industrie 4.0 und Demographie konfrontiert sehen.

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Wir haben den stellvertretenden VDMA-Hauptgeschäftsführer Hartmut Rauen gefragt, welche zusätzlichen Qualifikationen der Ingenieur von morgen im Zeitalter von Industrie 4.0 mitbringen muss:

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Redaktion ANTRIEBSTECHNIK

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