SKF: Zeitraffer vom Bau des Sven Wingquist Test Centers

SKF: Zeitraffer vom Bau des Sven Wingquist Test Centers

In Schweinfurt hat SKF vor Kurzem das leistungsfähigste Großlager-Prüfzentrum der Welt eröffnet: Ziemlich genau zwei Jahre nach dem Spatenstich wurde das Sven Wingquist Test Center offiziell eingeweiht. Die Errichtung des futuristisch anmutenden Zwillingsgebäudes kann man sich nun in drei Minuten anschauen.

SKFs 40-Millionen-Investition soll helfen, künftige Großlager dank der Erkenntnisse aus zwei einzigartigen Testständen viel präziser und effizienter als bislang möglich auf ihre späteren Aufgaben zuzuschneiden. Anlass für die Investition in die mächtigen „Folterknechte“ des Prüfzentrums ist der Umstand, dass bis dato kein Simulationsprogramm der Welt sämtliche dynamischen Prozesse in besonders großen Lagern realitätsgetreu abbilden kann. Eindeutiges Indiz: Noch immer kommt es in der knallharten Praxis vereinzelt zu vorzeitigen Ausfällen von Großlagern, obwohl diese nicht nur mit äußerster Akribie berechnet worden waren, sondern oft sogar über „konstruktive Sicherheitsreserven“ verfügten. In der Wirklichkeit müssen also gewisse Phänomene auftreten, die von den derzeitigen „Ursache-Wirkung-Algorithmen“ aktueller Simulationsmodelle einfach noch nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Unter anderem um solchen bislang rätselhaften Schadensursachen auf die Schliche zu kommen, werden zwei riesige Prüfstände die zu testenden Lager an ihre absoluten Belastungsgrenzen treiben. Dank ihrer einzigartigen Fähigkeiten sparen die Prüfstände während der Tests viel Zeit und Energie; zumal die Abwärme der Testanlage per Wärmerückgewinnung für das Prüfzentrum selbst sowie die angrenzende Großlager-Fabrik von SKF genutzt wird. Unter anderem deshalb hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie den größeren der beiden „Stresstester“ mit rund 1,9 Mio. Euro gefördert, während der kleinere durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms mit rund 1,6 Mio. Euro gefördert wurde.

Wer sich für die Errichtung des einzigartigen Prüfzentrums von SKF interessiert, findet hier flottes Video dazu:

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Redaktion ANTRIEBSTECHNIK

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