Hier klicken!

Select Page

Die richtige Auswahl bei Wälzlagern

Die richtige Auswahl bei Wälzlagern

Die richtige Auswahl bei Wälzlagern

Vertrauen ist gut, Wissen ist besser: Wer das beherzigt, kann auch bei Maschinenelementen wie Wälzlager die Qualität überprüfen. Dass dafür nicht unbedingt aufwändige Dauertests nötig sind, lernen Anwender in den herstellerunabhängigen Seminaren von Findling Wälzlager. Mit dem zielgruppengerecht konzipierten Schulungsprogramm hat der Wälzlagerexperte populären Denkfehlern bei der Auslegung von Lagern den Kampf angesagt.

Die richtige Auswahl bei Wälzlager

Bei der Auswahl von Wälzlagern müssen Konstrukteure eine Reihe von wichtigen Angaben berücksichtigen (Bild: Findling)

Auf dem Weg zum sowohl wirtschaftlich als auch technisch optimalen Wälzlager gibt es viele Tipps und Tricks. So lassen sich mit einfachen Mitteln typische Produktions­fehler von Wälzlagern bereits im Waren-eingang und bei der Montage feststellen: Korrosion und Dichtwirkung sind visuell kon­trollierbar, während sich Hakeln, Schleif­geräusche und Leichtlauf mit etwas Übung durch einfaches Drehen der Lager überprüfen lassen. Maßhaltigkeit – insbesondere deren Varianz – macht sich bei der Montage über die Einpresskräfte schnell bemerkbar. Welche weiteren Qualitätsmerkmale „erfühlt“ werden können, vermittelt Findling Wälzlager in seinen Schulungen. Grundsätzlich gilt: Wälzlager sind nach DIN genormte Maschinenelemente, deren Qualität sich durch mehr oder weniger aufwändige Kontrollen feststellen lässt. Wichtige Merkmale sind dabei die Abmessungen, die Härte, das Geräuschverhalten, die Dichtwirkung und die Korrosion. Materialgüte und -gefüge spielen bei der Dauerfestigkeit eine wesentliche Rolle und bestimmen damit die Leistungsfähigkeit der beschafften Produkte. Was für den Endanwender nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand überwacht werden kann, ist bei Findling Wälzlager eine Kernkompetenz und geht mit der Einstufung in die vier Leistungsklassen nach ABEG einher. Da sich viele Produktmerkmale nur stichprobenhaft analysieren lassen, gehören Lieferantenaudit, Prozessaudit, Wareneingangskontrolle und Leistungsvergleich zu den vier Säulen der Qualitäts­sicherung bei Findling.

Die richtige Auswahl bei Wälzlager

Bei Findling profitieren die Kunden von einer Null-Fehler-Toleranz in Qualität und Leistung der Wälz-und Gleitlager (Bild: Findling)

Energieeffizienz und Leichtlauf verbessern

Denkfehler existieren jedoch auch bei der Auswahl von Wälzlagern. Beispielsweise verlangen Anwender, die eine hohe Leichtläufigkeit der Wälzlager benötigen, oft eine hohe Toleranzklasse, die in der DIN und ISO beschrieben sind. Während PN die Standardtoleranzklasse ist, wird der Toleranzbereich ab P6 mit kleiner werdender Klassenzahl ebenfalls kleiner. Eine kleine Toleranzklasse wie P5 garantiert jedoch nicht zwangsläufig eine besonders gute Leichtläufigkeit der Lager. Die Klassen ­beschreiben die Toleranzbereiche für die Anschlussgeometrie und die Rundlaufgenauigkeit, und einzig die Rundlaufgenauigkeit ist dem Leichtlauf förderlich. Kleine Toleranzwerte in der Anschlussgeometrie helfen lediglich bei einer präzisen Einstellung der Restlagerluft im eingebauten ­Zustand. So kann es bei einer Paarung von Lager mit Welle und Gehäuse nicht zu einer Vorspannung im Lager kommen, was einen Leichtlauf massiv beeinträchtigen würde.
Die Energieeffizienz bzw. der Leichtlauf von Wälzlagern hängt also im Wesentlichen von ganz anderen Parametern ab – nämlich der Innengeometrie des Lagers, der Rauigkeit der Wälzkörperlaufbahnen, dem Schmier-fett und der Dichtung. Für einen besonderen Leichtlauf sollten Anwender sich für ein speziell leichtgängiges Fett oder Öl und eine höhere Lagerluft C3 entscheiden. Eine nichtschleifende Dichtung verhindert, dass Feuchtigkeit oder Schmutz das Lager zerstören können. Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Beschichtungen. Teilweise lassen sich sogar Beschichtungen verwenden, die Notlaufeigenschaften besitzen und unter Trockenlauf ungefettet betrieben werden können.

Die richtige Auswahl bei Wälzlager

Die Tribologie befasst sich mit der wissenschaftlichen Beschreibung von Reibung, Verschleiß und Schmierung (Bild: Findling)

Die Lebensdauer von Wälzlagern verlängern

Viele Mythen ranken sich auch um die Lebensdauer von Wälzlagern. Die theoretische Lebensdauer ist abhängig von den in den Katalogen angegebenen Tragzahlen und den Betriebsfaktoren des Lagers. Allerdings können diese Parameter niemals mit 100-prozentiger Genauigkeit ermittelt werden. Daher bestimmt die nominelle Lebensdauerberechnung nach DIN ISO 281 die zu erwartende Lebensdauer „nur“ mit einer Erlebenswahrscheinlichkeit von 90 %. Strebt man eine höhere Erlebenswahrscheinlichkeit an, so sinkt durch die Veränderung der Lebensdauerbeiwerte a1 die ­berechnete Lebensdauer. Generell können Wälzlager oft deutlich länger betrieben werden als berechnet. Das liegt unter anderem daran, dass die Hersteller die Tragzahlangaben sehr konservativ angeben – schließlich soll der Kunde nicht enttäuscht werden. Man bekommt also im Schnitt mehr Leistung für sein Geld. Aber auch die Berechnungsmethoden selbst und die Vorsicht der meisten Anwendungsingenieure spielen ­eine Rolle. Bessere und verlässlichere Lebens-dauerergebnisse bekommt man durch die Berechnung nach der erweiterten Lebensdauertheorie, die Schmierstoff, Temperatur und Verschmutzungsgrad berücksichtigt – also deutlich realitätsnäher ist.

Die richtige Auswahl bei Wälzlager

Der Einsatzzweck und die dafür am besten geeignete Befettung entscheiden über den optimalen Dichtungstyp (Bild: Findling)

Übrigens: Eine hohe Tragzahl kann die Lebensdauer eines Wälzlagers nicht verlängern, wenn die Schmierung nicht auf die Anwendung abgestimmt ist. Langjährige Untersuchungen zeigen, dass sich 85 % aller Wälzlagerausfälle durch anwendungsorientierte Schmiermittel bzw. optimale Dichtungen verhindern lassen. Grundsätzlich gilt: Ein vorteilhafter tribologischer Zustand (Tribologie = Reibungslehre) im Wälzlager kann die Lebensdauer eines Wälzlagers erheblich steigern – und das gilt für alle Leistungsklassen. Die Firma Findling Wälzlager verwendet die ABEG-Methode und gliedert damit ihr Produktsortiment in vier Leistungsklassen mit den trefflichen Namen Premium, Supra, Eco und EasyRoll. Die speziell entwickelten Wälzlager der ABEG eXtreme-Serie kombinieren darüber hinaus die richtige Dichtungstechnologie mit dem optimalen Schmierfett für besondere Einsatzbedingungen, die außerhalb des „Standards“ liegen. So erreichen diese Lager für besondere Anforderungen eine bis zu 4-fach höhere Lebensdauer im Vergleich zu Standard-Premium-Lagern.
Die Beispiele zeigen, wie sich mit fundiertem Fachwissen populäre Denkfehler bei der Wälzlagerauswahl von vornherein vermeiden lassen. Die Liste ließe sich selbstverständlich noch beliebig weiterführen; daher sollten sich Anwender entweder vom Experten beraten lassen oder eine entsprechende Weiterbildung absolvieren. Das Schulungsprogramm von Findling Wälzlager bietet sich dafür an. Die Teilnehmer lernen zum Beispiel, technische Ursachen für die Preisunterschiede von Anbietern zu verstehen, Angebote vergleichbar zu machen und eine Spezifikation nach technischen wie kaufmännischen Merkmalen zu erstellen.
www.findling.com


Weiterbildung bei Findling Wälzlager

Das Schulungsangebot ist insgesamt in vier Module aufgeteilt: Modul 1 ist das „Fundament“ für Personen ohne spezifische Vorkenntnisse, im Modul 2 werden die Grundlagen der Wälzlagertechnik vertieft, in Modul 3 geht es um das Teambuilding und Modul 4 richtet sich an Personen, die in den jeweiligen Unternehmen eine Expertenrolle übernehmen wollen.
Die Schulungen können direkt vor Ort bei den Teilnehmern stattfinden. Somit ergibt sich kein Zeitverlust und es entstehen keine Reisekosten. Bei Bedarf stimmt Findling Wälzlager die Schulung auf die jeweilige Branche des Teilnehmers ab. Ein individuelles Coaching-on-the-Job ist ebenso möglich. Alle Informationen zum Schulungs­programm von Findling Wälzlager finden Interessierte unter: www.findling.com/akademie

Teilen:

Veröffentlicht von

Dirk Schaar

Ich bin seit mehr als 20 Jahren in Automatisierung und Antriebstechnik unterwegs, weil mich die Technik-Themen immer wieder faszinieren und begeistern. Ich möchte meine Entdeckungen, Erlebnisse und Recherchen gerne mit meinen Lesern teilen - informativ, tiefgreifend, spannend, menschlich, lesenswert und charmant.

ANZEIGE


Bevorstehende Veranstaltungen

Jun
5
Mi
ganztägig all about automation essen @ Messe Essen
all about automation essen @ Messe Essen
Jun 5 – Jun 6 ganztägig
all about automation essen @ Messe Essen
Die all about automation Messen sind regionale Plattformen für industrielle Automatisierungstechnik. Sie zeichnen sich durch ein Konzept aus, das Zeit für den Dialog ermöglicht und den Fokus auf das lösungsorientierte Fachgespräch legt. Hersteller, Systemintegratoren, Distributoren[...]
Jul
10
Mi
ganztägig VDI-Kongress: Dritev – Getriebe ... @ World Conference Center
VDI-Kongress: Dritev – Getriebe ... @ World Conference Center
Jul 10 – Jul 11 ganztägig
VDI-Kongress: Dritev – Getriebe in Fahrzeugen @ World Conference Center
  Antriebsmix: Branche setzt auf Vielfalt Wie stellen sich Antriebsentwickler den neuen und vielseitigen Mobilitätsanforderungen des kommenden Jahrzehnts? Diese und weitere zentrale Fragen diskutieren internationale Experten auf dem VDI-Kongress „Dritev – Getriebe in Fahrzeugen“ am[...]
Sep
11
Mi
ganztägig all about automation leipzig @ Leipziger Messe
all about automation leipzig @ Leipziger Messe
Sep 11 – Sep 12 ganztägig
all about automation leipzig @ Leipziger Messe
Die all about automation Messen sind regionale Plattformen für industrielle Automatisierungstechnik. Sie zeichnen sich durch ein Konzept aus, das Zeit für den Dialog ermöglicht und den Fokus auf das lösungsorientierte Fachgespräch legt. Hersteller, Systemintegratoren, Distributoren[...]

ANZEIGE


ANZEIGE



Aktuelle Ausgabe

Verbinden

Translate »